Das Schloß Möckern

Auf der wendischen Wallburg wurde aus behauenen Feldsteinen der mächtige Bergfried errichtet, dessen Mauern am Fuß bis zu 4 Meter dick sind. Er trug früher Zinnen. Der Schloßturm gilt als das älteste Bauwerk der Stadt. Christian Wilhelm von Münchhausen baute 1715 auf der alten Wallburg das erste Schloß im damaligen Stil als Fachwerkbau mit Walmdach. Dem Turm setzte er statt der Zinnen die doppelte Schieferkuppel auf. Wohngebäude und Turm standen damals noch isoliert voneinander. In den Jahren 1840-1863 wurde das Schloß dann im neogotischen Stil völlig umgebaut, ein Verbindungsbau zum Turm und ein Wassergraben um das Schloß herum angelegt. In den 50er Jahren unseres Jahrhunderts wurde das Schloß erneut völlig verändert. Die gotischen Türmchen verschwanden und die jetzige Form der Außenfassade entstand. Der damalige Graf vom Hagen war nach dem Krieg enteignet worden und ist in den Westteil Deutschlands gegangen und so wollte das Land eine Berufsschule einrichten. (Inzwischen wohnt ein Nachkomme des Grafen mit seiner Familie auf dem alten Amtshof) Diese Pläne zerschlugen sich und so war das Schloß bis 1994 Archiv für Grundbuchakten. Im Jahr 1998 wurde es erneut völlig rekonstruiert und die Grundschule Möckern zog in das Schloß ein. Die Schule ist inzwischen im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog und des damaligen Ministerpräsidenten von Sachsen Anhalt Dr. Reinhard Höppner eingeweiht worden, doch leider gibt es noch kein aktuelles Foto - wird demnächst nachgereicht.