Orgelreparatur in Möckern-Lühe - Fotogalerie hier!
| Seit 1998 standen wir auf der Warteliste von
Orgelbaumeister Jörg Dutschke, unserem landeskirchlichen Orgelpfleger. Seit Anfang
Oktober 2003 wird die Orgel in der lüheschen St. Ulrichskirche nun saniert. Viel länger, nämlich seit über 30 Jahren haben die Gemeindeglieder in Möckern-Lühe ihre Orgel nicht mehr gehört. Seit den 70er Jahren, vielleicht auch schon länger, ist sie nicht mehr spielbar. Vermutlich hat ein Regenwassereinbruch die Windlade zerstört, auch der Blasebalg ist völlig zerschlissen. |
![]() Der Prospekt gibt Rätsel auf und ist wohl auch eine Mixtur aus Barocken und Gründerzeitelementen |
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| Es handelt sich um eine einmanualige Orgel mit pneumatischem System, das vom Orgelbauer Knauf aus Bleicherode Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Das Pfeifenwerk ist allerdings nicht aus einem Guß, ein Register (Gambe 8`) stammt offensichtlich vom bekannten Orgelbauer Rühlmann, andere Register wie die Oktave 4` sind sind mehr oder weniger zusammengestückelt worden. | ||
| Im vorigen Jahrhundert wurde vermutlich die
original eingebaute zweifache Rauschpfeife durch eine dreifache Mixtur ersetzt. Als
Register verfügt sie im Manual über einen Prinzipal 8`, eine Hohlflöte 8` und die drei
schon genannten Register. Im Pedal steht ein Subbass 16` als einziges Register. Das Windladensystem wartet mit einer Besonderheit auf: Ventilen aus Glasplättchen, also nicht die weithin bekannte Kegellade, sondern eine Kastenlade mit den seltenen Glasventilen stellt die Restauratoren vor eine noch nicht gestellte Aufgabe. Aber die beiden Orgelbauer Jörg Dutschke und Guido Bahlke, die ich schon aus altmärkischen Tagen bestens kenne, haben sich gern auch dieser Besonderheit angenommen. |
![]() Ein Blick ins Orgelinnere - im Vordergrund steht die Mixtur |
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| So wurden nahezu alle Filzteile,
sowie die Lederteile erneuert, defekte Bälgchen ersetzt und die Orgel natürlich vom
Staub der letzten Jahrzehnte befreit. Das zu erwartende Klappern der Ventile wurde mit Hilfe von Filz auf ein Minimum reduziert. |
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| Einige fleißige Helfer, wie unsere Kreiskantorin Cornelia Frenkel, Markus Vogt als ihr künftiger Orgelschüler oder auch der Pfarrer himself und seine Familie, nicht zu vergessen die lüheschen KaffekocherInnen und KuchenbäckerInnen unter der Regie von Familie Sümke haben bisher die Orgelsanierung zu einem wahren Happening werden lassen. Es ist eine große Freude, dieses bisher stumme Instrument wieder zu neuem Leben zu erwecken und wir alle sind gespannt auf den klanglichen Eindruck in wenigen Tagen. | ![]() Frau Frenkel in Aktion |
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| In diesen Tagen wird die Orgel
wieder zusammengebaut, neu intoniert und gestimmt. Im Advent soll dann die feierliche
Wiedereinweihung stattfinden. Im Zusammenhang mit der Orgelsanierung wird in Eigenleistung nun auch der Dachboden vom Dreck beräumt und eine neue Dielung eingezogen. Die Orgelempore ist mittlerweile auch standsicher, denn während der Orgelsanierung sanierte die Firma GEBA aus Körner bei Mühlhausen noch eilends vier Säulenfüße, auf denen die Orgelempore ruht. Möge die Orgel lange ihren Dienst tun, zur Ehre Gottes und zur Freude der Gemeinde! Wenn Sie noch einige weitere Fotos sehen möchten, dann empfehle ich Ihnen unser Webalbum! |
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| martin vibrans©2003 |
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