Die St. Laurentiusbläser - unser Posaunenchor seit 2004
So fing es an:

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Als im Winter 2003/2004 die Idee entstand, das musikalische Potential in der Stadt zu nutzen und in Möckern einen Posaunenchor zu gründen, waren viele skeptisch: Woher die Instrumente nehmen? Wer hat daran schon Interesse? Wer soll die Leitung übernehmen?
Solche und andere Fragen und Probleme stellten sich zu Beginn der Entstehung des Posaunenchores. Die erste Frage war recht schnell beantwortet. Einige Instrumente konnten wir aus dem Fundus des ehemaligen Fanfarenzuges der Stadt bekommen, andere liehen wir uns bei benachbarten Posaunenchören aus und mancher Bläser schaffte sich auch selbst gleich zu Beginn ein eigenes Instrument an.


Für die musikalische Leitung konnte unser Landesposaunenwart Roland Theuring gewonnen werden, der im benachbarten Loburg vor wenigen Jahren seine Kantorenstelle angetreten hat. Bei ihm waren und sind wir Bläser in guten Händen und profitieren von seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Posaunenchorarbeit.
Eine Schlagkräftige Mannschaft indes war auch recht bald gefunden und so entstand eine Bläsertruppe von knapp einem Dutzend Bläsern. Inzwischen sind einige leider abgesprungen und mussten ihr neues Hobby aufgeben, aber die weitaus meisten haben bis hierher durchgehalten.

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Posaunengottesdienst in Rohrberg 2006

Seit einiger Zeit gibt es nun mit den Bläsern aus Loburg eine Zusammenarbeit. Da auch die Loburger Gemeinde eine St. Laurentiusgemeinde ist, lag es nahe, den Namen auch geich zu verwenden für den gemeinsamen Posaunenchor.
In vielen Gottesdiensten konnten die Bläser inzwischen ihr gewachsenes Können unter Beweis stellen und der Posaunenchor ist zu einer festen Einrichtung geworden. Insgesamt sind wir jetzt etwa 15 Bläserinnen und Bläser.

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In der Rohrberger Dorfkirche


Zur Tradition geworden ist das gemeinsame Familienwochenende im Frühjahr, wo wir im Wendland ein sehr uriges und landschaftlich reizvolles Ambiente gefunden haben. Nach zwei Jahren auf dem "Regenbogenhof" in Mützen waren wir im vergangenen Jahr in Pisselberg bei Dannenberg zu Gast.
Zum festen Terminplan gehört auch das adventliche Turmblasen auf dem Möckeraner Schlussturm, dass alljährlich von gut 100 interessierten "Fans" besucht und vom Förderverein begleitet wird.
Wir hoffen auf weiteren Zulauf und sind jederzeit für neue Bläser offen!

Wir waren dabei - beim Weltrekord von Leipzig!
Wenn auch nicht mit voller Kapelle, also allen Bläsern, so doch wenigstens mit 50% waren wir beim Deutschen Evangelischen Posaunentag vom 30.5. bis 1.6. in Leipzig vertreten. Unser Posaunenchorleiter und ehemaliger Landesposaunenwart zog es vor, als "Besucher" und ohne Instrument anzureisen, was der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch tat.
Einen kleinen Vorgeschmack von dem, was uns in den folgenden Tagen erwarten würde, bekamen wir schon am Vorabend des Samstags auf dem Campingplatz zu spüren. An verschiedenen Stellen hatten sich viele Bläser, die mit Zelten und Wohnwagen angereist waren, versammelt und musizierten fröhlich.
Wir schlossen uns spontan einem Posaunenchor auf Neuses am Berg in der Nähe von Würzburg an und bliesen für die übrigen Camper eine schöne Abendserenade. Morgens war die Nacht schnell zu Ende, denn schon 7.45 Uhr stand das erste Morgenblasen an. Gegen 10.00 Uhr versammelten sich dann alle auf dem Campingplatz untergebrachten Bläser zum großen Morgenblasen mit etwa 150 Leuten vor dem Sanitärgebäude - tolle Stimmung und die Vorfreude wuchs auf den bevorstehenden Tag.

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Möckeraner Bläser und Gäste beim Frühstück

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Morgenblasen vor dem Sanitärgebäude auf dem Campingplatz

Schon auf der Fahrt zum Augustusplatz wurde deutlich, welche Massen an Bläsern sich da nach Leipzig auf den Weg gemacht hatten aus ganz Deutschland und der Welt. Überall schleppten junge and alte Bläserinnen und Bläser ihre Trompeten, Posaunen, Hörner und Tuben gen Augustusplatz, wo bei sengender Hitze die Eröffnungsveranstaltung um 14.00 Uhr begann. Schon bei den Proben vorher trieb es uns zum einen den Schweiß aus den Poren zum anderen hatten wir alle eine mächtige Gänsehaut bei dem wahnsinnig volumuinösen Klang. Die eigens für dieses Ereignis komponierten Stücke erwiesen sich als klanggewaltig und auch gut zu spielen.

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Sengende Hitze und Notenständer soweit das Auge sieht - auf dem Augustusplatz

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Die Hitze forderte ihren Tribut - auch die mitgereisten Paparazzi der örtlichen Presse schwitzten unter dem Strohut (im Hintergrund) mächtig

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Der Sonne noch näher - auch ausgefallene Standplätze fanden ihre Fans...

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Nach der Eröffnung erstmal ein erfrischender Eiskaffee...

Nach der Eröffnungsveranstaltung pilgerten wir dann durch die Innenstadt um bei den verschiedenen Landesverbänden und ihren Ständen kurz zu lauschen. Doch bald mussten die Instrumente wieder geschultert werden und es ging zum Augustusplatz zurück zur Abendserenade.
Von dort starteten wir dann per Auto - und das war eine gute Entscheidung, denn die Straßenbahnen waren hoffnungslos überlastet - in die Lukaskirche um einem Konzert der Extraklasse zu lauschen. Bläser aus Mecklenburg und Argentinien spielten vor allem lateinamerikanische Musik. Unter der humorvollen Moderation und Leitung von LPW Martin Huss aus Mecklenburg wurde es ein sehr kurzweiliger und schöner Abend.

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Laurentiusbläser in Aktion - mit 16.000 Bläsern für ein Halleluja

Höhepunkt am Sonntag war dann der Abschlußgottesdienst im Leipziger Zentralstadion - 16.000 Bläser und 14.000 Gäste feierten zusammen Gottesdienst. Die tolle Stadionakustik und die passende Wetter gaben einen perfekten äußeren Rahmen für eine gelungene Veranstaltung. Bischof Huber hielt eine mitreißende Predigt, die immer wieder von spontanem Beifall und Bläsertonakkord unterbrochen wurde und die Laola Welle des Messingblechs beendete dann die tollen Tage von Leipzig. Hoffen wir, dass die Verantwortlichen nicht wieder über 50 Jahre brauchen bis zum nächsten Posaunentag! Danke für diese irren Tage und tollen Erlebnisse!

St. Laurentiusbläser beim Stadtfest vorneweg
Der Festumzug anläßlich der 1060 Jahrfeier in Möckern am 14. September 2008 war für den Posaunenchor eine Premiere. Während der Kirchenchor schon vor 10 Jahren bei der 1050 Jahrfeier mitmarschierte, gab es die Posaunenchor damals ja noch nicht.
Umso schöner war es, mit dem Festwagen der Kirchengemeinde in diesem Jahr den ganzen Festumzug anführen zu dürfen.
Vielen Dank an unseren Bauern und Chauffeur Bernd Schütze, der seinen alten Famulus wunderbar geschmückt hatte und uns in prima Fahrweise (bis auf ein paar Meter Kopfsteinpflaster in Lühe) auch unbeeinträchtigt hat musizieren lassen.

Das Stadtfest ist ja seit ein paar Jahren eine Veranstaltung zu Gunsten der Sanierung unserer Kirche und so war es schlußendlich ja fast zwangsläufig, dass wir als Kirchengemeinde vorn mit dabei sind. Mit vielen Chorälen, Volksliedern und Bläserstücken, alter und neuer Musik brachten wir eine ganz besondere Farbe in den sonst von Schalmeienkapellen und Fanfarenzügen dominierten Festumzug. Danke sei den Leitzkauer Bläsern gesagt, die uns mit einer kleinen Abordnung unterstützt haben - gut, dass Bläser sich gegeseitig unterstützen! Aber es hat allen viel Spaß gemacht, auch wenn wir so vom restlichen Umzug nicht viel mitbekommen haben. Hier noch ein paar fotomäßige Eindrücke um Festumzug:
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An dieser Stelle nochmal allen ein herzliches Dankeschön, die zum Gelingen des Umzuges beigetragen haben, die den Wagen mitgeschmückt bzw. Utensilien zur Vefügung gestellt haben. Danke auch der Firma Photo Magnus aus Gommern für die professionelle Zusammenarbeit mit dem Seitenbild des Wagens - mal sehn, wann er wieder einmal zum Einsatz kommt...
Laurentiusbläser auf Weiterbildung in Neinstedt - Workshop mit Harmonic Brass

Gemeinsam mit gut 100 anderen Bläsern aus der Nähe und aus der Ferne weilten einige Bläser unseres Posaunenchores im Mai 2009 in Neinstedt beim Workshop mit Harmonic Brass, dem Blechbläserquintett aus München, das mit großem Erfolg auch schon in Möckern gastierte.
Die fünf Jungs aus München haben es sich zur Aufgabe gestellt, in Workshops auch uns Laien auf die Sprünge zu helfen. In einzelnen Stimmgruppen wurde fleißg geprobt, am Samstagabend den Meistern beim Konzert gelauscht und dann am Sonntag selbst in der Nikolaikirche in Quedlinburg aufgespielt. Ein tolles Wochenende mit einem enormen Motivationsschub!
Ein Höhepunkt war nach dem offiziellen Probenprogramm ein kurzer Ausflug in die bayrisch-böhmische Blasmusik, die allen richtig viel Spaß gemacht hat. Hochachtung vor den Blaskapellen, das ist richtig schwere Musik!
Wir freuen uns schon jetzt auf das Landesposaunenfest in Wittenberg im September - dann mit über 300 Bläsern.
Hier noch ein paar Fotos vom Workshop:
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Unsere Basscrew bei der Gruppenprobe
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Die Meister selbst beim Konzert.
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Letzte Absprachen vor dem Gottesdienst.
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Pausentee mit den Leitzkauer Bläsern und Harmonic Brass Fans.
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Generalprobe in Neinstedt - die Ruhe vor dem Sturm!
Landesposaunenfest in Wittenberg - September 2009 - wir waren dabei!
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Komm mit! So lautete das Motto des Landesposaunenfester des Posaunenwerks der EKM. Wir sind mitgekommen - und zwar in Gestalt von sechs Bläserinnen und Bläsern unseres Posaunenchores, also die halbe Kapelle war dabei. Im Zentrum stand zunächst einmal nach der Eröffnung durch die Landesobleute der Workshop mit Rald Grössler, seines Zeichens Kirchenmusiker und Komponist mit einem besonderen Faible für moderne Musik bzw. für die Verknüpfung von moderner mit traditioneller Kirchenmusik. Obwohl kein aktiver Bläser, schreibt er doch sehr viel auch für Posaunenchöre, zumeist Stücke, die er selbst mit dem Posaunenchor seiner Gemeinde gebraucht. Zwischen den einzelnen Bläserstücken, die er mit uns einstudierte, vor allem für uns ungewohnt swingige Musik, stellte er sich den Fragen von Pfarrer Axel Meißner, der gekonnt die Zwischenmoderation übernommen hatte. Nach dem Kaffeepäuschen ging es zu Fuß in den Lutherhof, wo eine Bläserserenade den Hof wunderbar klanglich füllte. Reichlicher Applaus der zahlreichen Zaungäste belohnte für die bläserischen Mühen.
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Am Abend wurde dann in der Stadtkirche ein Kindermusical in Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Kirchenkreis Wittenberg und den Jungbläsern aufgeführt. "In die Freiheit", so hieß das Musical, das die Geschichte der Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft erzählte. Mit reichlich Beifall wurde allen Akteuren für den gelungenen Abend gedankt.
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Am Sonntag gestalteten die Bläser einen Gottesdienst in der Schloßkirche und auch hier entfaltete sich im großen Gotteshaus ein wunderbarer Klang. Pfarrer Bernhard Silaschi, Obmann des EPID hielt eine sehr schöne Predigt zum Gleichnis vom barmherzigen Samariter und beeindruckend waren die Lesungen, die ein gelernter Schauspieler aus Wittenberg in gekonnter Manier vortrug.
Zwischen "Frühstück und Gänsebraten" stand dann auch das diakonische Blasen an. In einem Pflegeheim mitten in der Stadt fanden sich die Posaunenchöre aus dem Norden der Landeskirche ein und spielten im Innenhof für die Bewohner des Heimes bekannte und weniger bekannte Choräle. Ein herzliches Dankeschön der Heimleitung und manche Dankesbekundung aus dem Fenster nahmen wir gern entgegen. Geleitet wurde das diakonische Blasen übrigens von unserem Chef Roland Theuring, der eigens dafür aus Loburg angereist war.
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Am Nachmittag fand das Fest dann seinen Abschluß auf dem Marktplatz von Wittenberg. Dort musizierten die Chöre gemeinsam, der Auswahlchor brillierte und auch unsere neue Bischöfin Ilse Junkermann kam zu Wort und begrüßte die Bläserinnen und Bläser herzlich. Alles in Allem ein gelungenes Fest mit vielen Begegnungen, neu geknüpften Kontakten und viel schöner und klangerfüllter Musik - nur die Verpflegung bedarf noch einer Steigerung, das war mehr als dürftig, aber dafür kann man ja noch ein wenig üben....
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